Vorschau auf das neue Info-Eichkamp

­* Diese  Beiträge erschienen gedruckt im infoeichkamp Nr.1 von 2024:

Mittendrin: Leben retten mit dem Defibrillator

Es war der 6. Juni 2018, als auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage im Kühler Weg ein 71-jähriger Mann beim Fußballspiel zusammenbrach, Atemstillstand, Herzflimmern. Der Sportwart war als Ersthelfer umgehend zur Stelle und konnte mit Hilfe des Defibrillators und einer „beherzten“ Druckmassage das Leben des Mannes retten. In Deutschland könnten jährlich ca. 10.000 Menschen, die an einem Herzstillstand sterben, am Leben bleiben. Deshalb ist es gut zu wissen, dass wir in Eichkamp dank der zahlreichen Sportanlagen Zugang zu einigen der lebensrettenden „Defis“ haben.

Benjamin Lott, Facharzt für Allgemeinmedizin aus der Siedlung Heerstraße, erklärt, was im Ernstfall zu tun ist: „Wenn ein Mensch zusammenbricht, nicht mehr ansprechbar ist und nicht mehr atmet, ist eine Herzrhythmusstörung sehr wahrscheinlich. Wer allein mit dem Betroffenen ist, sollte umgehend den Notarzt rufen und sofort mit einer kräftigen Herzdruckmassage auf dem Brustkorb beginnen – der BeeGees-Song Staying Alive gibt hier den Takt vor.“ Ist eine zweite Person anwesend, ruft diese den Notarzt und begibt sich schleunigst auf die Suche nach einem Defibrillator. Dabei geht es um einen Wettlauf mit der Zeit: „Denn nur ein Defibrillator kann die Herzrhythmusstörung beenden. Die Herzdruckmassage dient lediglich zur Aufrechterhaltung einer Restzirkulation, die Organschäden bis zum „Schocken“ vermeiden kann. Die Überlebenschancen sinken mit jeder Sekunde, die es dauert, bis der Defi angesetzt wird“, erklärt Benjamin Lott und ergänzt: „Angst davor, einen Fehler zu machen, muss man nicht haben. Der Defi erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist, sobald man ihn geöffnet hat. Auch bei der Herzdruckmassage kann man eigentlich nichts falsch machen – falsch ist nur, nicht zu reagieren.“

Bei uns am besten zugänglich ist das Gerät der TU-Sporthalle Waldschulallee (Eingangsbereich, meistens von 7:45 bis 23:30 Uhr geöffnet), in der Hans-Rosenthal-Sportanlage (meist von mittags bis 21 Uhr geöffnet) und in der Eichkamppraxis im Zikadenweg 33 (jeden Vormittag außer Mittwoch geöffnet). cw

Kinder und Jugend: In professionelle Hände übergeben

Quan Yuan

Wer ich bin? Ich bin die neue Kinder- und Jugendbeauftragte, heiße Quan Yuan und bin eine Frau, die seit 24 Jahren in China und seit sechs Jahren in Deutschland lebt – von Wuhan nach Berlin. Seit 2019 studiere ich Bildende Kunst im Lehramt an der Universität der Künste Berlin, weil ich Kinderbücher illustrieren möchte.

Während meiner sechs Jahre in Berlin habe ich einige Freunde gefunden und die aufrichtigsten sind die Kinder, weil sie ohne Vorurteile sind. Sie akzeptieren mich mit Großzügigkeit als eine Person mit einer anderen Haut-, Haar- und Augenfarbe. Ich fühle mich Kindern sehr nahe und kann mich noch gut in ihre Welt hineinversetzen.

Daher habe ich mich auf die Stelle in Eichkamp beworben. Ich möchte die Kinder hier kennenlernen, möchte ihnen die Kultur und die Bräuche meiner Heimat näherbringen und einen tieferen Umgang mit der Kunst vermitteln. Ich freue mich auf viele gemeinsame Aktionen!

Quan Yuan

Verkehr: Lichtraumprofil und Nachbars Sträucher

Uwe Neumann

Kürzlich sprach mich eine Eichkamperin, die voll Freude und Stolz gerne ihr kleines Enkelkind im Wagen durch Eichkamp fährt, auf in die Gehwege ragende Äste und Zweige an und wollte wissen, ob es dazu Regeln gebe. Vor allem ärgert es sie, wenn die überhängenden Äste auch noch stachelig sind.

In einem Land mit vielen Regeln gibt es selbstverständlich auch dazu eine Vorschrift. Das Stichwort heißt Lichtraumprofil, womit der Luftraum über einer Straße oder einem Geh- oder Wirtschaftsweg bezeichnet wird, der freigehalten werden muss, um den Verkehr – ob Fußgänger- oder Fahrzeugverkehr – nicht zu behindern. Für Fahrstraßen gilt ein Lichtraumprofil von 4,5 m Höhe und für Gehwege von 2,5 m. Diese Maße gelten für die gesamte Breite der entsprechenden Bewegungsfläche. Das bedeutet, dass ein Geh- oder Wirtschaftsweg auf seiner ganzen Breite bis zu 2,5 m Höhe freigehalten werden muss. Pflanzen, die aus einem Garten durch den Zaun wachsen, müssen bis zum Zaun zurückgeschnitten werden. Und nach dem Verursacherprinzip sind die Besitzer des jeweiligen Grundstücks für das Freihalten des Lichtraumprofils verantwortlich. Das ist bei Straßenbäumen das jeweilige Grünflächenamt,  bei allen Pflanzen auf Privatgrundstücken die Besitzer – wenn das eingehalten wird, kann die Eichkamperin ungestört ihr Enkelkind durch unsere Siedlung fahren! Uwe Neumann

Forum: Traumhaus aus der Lotterie

Uwe Neumann

Ein Traumhaus in der Lotterie gewinnen? Das gab es tatsächlich mal: Über Jahrzehnte konnte man über den Presseverband Berlin allerlei Nützliches gewinnen. Hauptgewinn war über viele Jahre ein „Traumhaus“ und auch in Eichkamp stehen mehrere dieser Häuser. Das erste war die Waldschulallee 19, das Michael Wolfs Tante gewann. Michael und Erika Wolfs Tochter ist jetzt die 3. Familiengeneration, die das Haus bewohnt. Die anschließenden „Traumhäuser“ Waldschulallee 21 bis 27 sind längst verkauft.

Die Geschichte(n) um dieses Haus und seine Bewohner und die Verbindungen in die City sind spannend, zum Teil dramatisch, auf jeden Fall ein bislang unbekannter Ausschnitt aus der Geschichte Eichkamps. Michael Wolf hat sich so begeistert damit beschäftigt und ungeahnte Quellen entdeckt, dass es ein interessanter und lebendiger Abend zu werden verspricht. Seine Recherche stellt er im Forum am 09. April 2024 um 19.30 Uhr vor. Uwe Neumann

Energieeffizienz: IBB: Förderung für Hausbesitzer

Charlotte Dieter-Ridder

Am 31. Januar war die Investitionsbank Berlin (IBB) zu Gast beim Forum Energie und hat einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme zur energetischen Sanierung gegeben. Die wichtigsten sind:

  • Förderung von Stecker-Solaranlagen: Kleine Solaranlagen, die über eine Steckdose angeschlossen werden, erhalten bis zu 500 Euro Förderung. Zurzeit liegen die Anschaffungskosten bei unter 800 Euro. Sie haben ein sonniges Flachdach oder Fassade? Dann lohnt es sich!
  • Die Heizungsförderung, die man ohne Energieberater beantragen kann, liegt zwischen 30 und 70 Prozent. Siebzig Prozent erreicht nur, wer Anspruch auf den „Einkommensbonus“ hat, z.B. bei niedriger Rente. Vielleicht ist das ein Ansporn, auch als Rentner das Haus noch auf alternative Energien umzustellen.
  • Für die energetische Sanierung gibt es zwei verschiedene Fördermodelle: Förderung der Einzelmaßnahmen (Zuschuss für Fenster, Dämmung, etc.) und Kreditförderung. Die Kreditförderung wird individuell berechnet.

Die Präsentation der IBB kann unter www.energie-eichkamp-heerstrasse.de eingesehen werden:

Charlotte Dieter-Ridder

 

 

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