Harfen- und Flötenklänge im Haus Eichkamp
Das Konzert des Duo Elysion am 10.10.2026 war ein besonderes Hörerlebnis, weil zwei ganz unterschiedliche Instrumente aufeinander trafen, die dennoch wunderbar zueinander passen: Die Harfe mit ihren sanften aber auch vollen Saitenklängen spielte im Duett mit der Auswahl verschiedener Flöten, deren Klangvariationen von leicht gehaucht bis zu spitzen Höhen reicht.
Die Harfenistin Jessyca Flemming und der Flötist Ernesto Villalobos spielten dieses Konzert mit souveräner Sicherheit und sympathischer Ausstrahlung, dass die Auswahl der Stücke und die musikalischen Eindrücke durch ganz verschiedene Musikepochen und -stile für das Publikum zu einem reichen Hörgenuss wurde. Zur Vertiefung des Verständnisses waren auch die gesprochenen Erläuterungen zwischen den Stücken hilfreich. Der Kontakt zwischen Musikern und Publikum war wie immer im Haus Eichkamp sehr intensiv und dies nicht nur durch die räumliche Nähe und die den Saal füllende Akustik, sondern auch durch die Möglichkeit, in der Pause und nach dem Konzert die Musikinstrumente genauer in Augenschein zu nehmen und sich erklären zu lassen.

Die Harfe beeindruckt durch ihre Größe und massigen Bau ihrer beliebten Bezeichnung als „Engelsinstrument“, wobei sie durch feinste Tonabstufungen überrascht. Jessyca Flemming hat sich mit diesem Instrument schon durch viele Konzerte gespielt und ist eine international gefragte Solistin. Der aus Chile stammende Flötist Ernesto Villalobos tritt in Konzerten mit einer Reihe von Flötentypen auf: Klassisch die Querflöte, traditionell aus der irischen Folkmusik die Whistle und die seit Urzeiten überall auf der Welt gespielten Panflöte.
Ein besonderer Reiz des Konzerts war der Effekt, bekannte Stücke einmal ganz anders zu hören. So zum Beispiel Händels berühmtes Largo aus Xerxes, wobei die Melodie auf der Panflöte ganz anders als bei der Gesangsstimme hervortrat und die Harfe anstelle des Orchesters eine klar akzentuierte Begleitung bot. Im weiteren Konzertprogramm tat sich ein breites Spektrum von Werken aus dem Barock, der Klassik und Romantik sowie einigen Traditionals auf. In kleiner Besetzung mit zwei Instrumenten tat sich ein klangvoller Musiknachmittag im Haus Eichkamp auf, für den sich das herzlich applaudierende Publikum bedankte.
Ewald Schürmann (text und Bild)
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